Clara Haskil

- Clara Haskil
Autor: Prof. Eike Wernhard ; Sprecherin: Corinna Kirchhoff; 2 CD´s; ca. 123 Min.; Verlag: Hörkultur; Preis: € 29,90 (D)
ISBN 978-3-905808-01-8
Der Frankfurter Musikwissenschaftler Eike Wernhard schrieb den Text zu dem kurzen Portrait über eine der bedeutendsten Pianistinnen des letzten Jahrhunderts. Clara Haskil (1895 – 1960) , in Bukarest geboren, wurde durch ihr unverwechselbares Spiel, von dem wir Ausschnitte vorstellen, zueinem Mythos, der bis heute nachwirkt.
Bereits mit sieben Jahren begann sie ihr Studium in Wien, das sie ab 1905 am Pariser Konservatorium bei Alfred Cortot fortsetzte. In der Schweiz, in Belgien und in den USA feierte sie bereits in den 20er Jahren grosse Erfolge. Der Durchbruch gelang der lebenslang an einer schweren Skoliose leidenden Musikerin aber erst nach dem Krieg.
1951 feierte sie ihren ersten grossen Triumpf in Paris, aus dem sie 1941 nach der deutschen Besatzung aufgrund ihrer jüdischen Herkunft geflohen war. In den 50er Jahren feierte sie weltweit grosse Erfolge. Sie stirbt während einer Konzerttour 1960 in Brüssel.
Sprecherin
Corinna Kirchhoff studierte Schauspiel an der Hochschule der Künste, Berlin.
Von dort wurde sie 1984 durch Peter Stein an die Schaubühne am Lehniner Platz engagiert. Ihr Debüt gab sie als Irina in Tschechows DREI SCHWESTERN.
Sie blieb 16 Jahre als Ensemblemitglied an der Schaubühne und spielte in vielen Inszenierungen von Peter Stein, Klaus Michael Grüber, Luc Bondy und später auch Andrea Breth.
Sie spielte u.a, in mehreren Botho Strauß Stücken, als Herminone in Shakespeares WINTERMÄRCHEN, HEDDA GABLER (Ibsen), Tschechow, 2000 die Helena in Peter Steins FAUST Marathon in Hannover, Berlin und Wien auf der Bühne.
1999 ging sie mit Andrea Breth an das Burgtheater Wien. Dort spielt sie u.a. MARIA STUART (Schiller) und DIE ZIEGE ODER WER IST SYLVIA? (Edward Albee).
2002 und 2003 war sie außerdem bei den Salzburger Festspielen als Genia in Schnitzlers DAS WEITE LAND, Regie Andrea Breth, zu sehen.
Seit 2005 ist sie auch am Schauspielhaus Zürich engagiert. Sie spielte dort zuletzt in den Uraufführungen von Yasmina Reza DER GOTT DES GEMETZELS, Regie Jürgen Gosch und von Botho Strauß NACH DER LIEBE BEGINNT IHRE GESCHICHTE, Regie Mathias Hartmann, sowie die Ranjewskaja in Tschechows KIRSCHGARTEN, Regie Jürgen Gosch.
Corinna Kirchhoff erlangte viele Auszeichnungen. So erhielt sie 1986 den O.E. Hasse Preis und wurde 1996 von „Theater heute“ als Schauspielerin des Jahres ausgezeichnet.
Autor
Prof. Eike Wernhard studierte zunächst Schulmusik und Germanistik. Nach dem 1. Staatsexamen setzte er die künstlerische Ausbildung bei Andreas Meyer-Hermann in Frankfurt und bei Ludwig Hoffmann in München fort, bevor er mit dem Konzertexamen sein Studium abschloss. Bereits als Student unterrichtete er als Lehrbeauftragter an der HfMDK; später hatte er eine Dozentur für Klavier und -methodik an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt inne und wurde schließlich zum SS 2004 auf die Professur nach Frankfurt berufen. Neben der Pflege des traditionellen Repertoires setzt sich Eike Wernhard engagiert für die Musik der Gegenwart ein und hat als Solist Werke zahlreicher Komponisten ur- bzw. erstaufgeführt, u.a. mit der Deutschen Kammerphilharmonie in der Berliner Philharmonie und im Rahmen der Schwetzinger Festspiele mit dem Stuttgarter Rundfunkorchester; Luciano Berios Musiktheater "Un re in ascolto" bescherte ihm sogar einen Auftritt als ‘singender Pianist’ auf der Bühne der Oper Frankfurt. Ergänzt werden seine künstlerischen und pädagogischen Tätigkeiten durch Publikationen für verschiendene deutsche Verlage: u.a. ein Essay über die Pianistin Clara Haskil, Artikel und Übersetzungen für "Musik in Geschichte und Gegenwart", Beiträge für Konzertführer sowie Programme der Salzburger Festspiele.
HIER BESTELLEN

