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Wu-Tang Clan "8 Diagrams"

Wu-Tang Clan "8 Diagrams"
CD/DVD; Bodogmusic

Mit „Enter the Wu-Tang (36 Chambers)“ schrieb der Clan vor 14 Jahren bereits HipHop Geschichte, legte neue Maßstäbe für die kommenden Jahre fest, beeinflusste HipHop Artist Weltweit und erschuf einen immer noch anhalten HipHop Mythos.

Neben vielen Mixtape und Greatest Hits Releases, schaffte es ihr zweites Studioalbum „Wu-Tang Forever“ auf Anhieb auf Platz 1# der Billboard Charts. Es folgte „The W“ mit der Hitsingle „Gravel Pit“ und des letzte offizielle Studioalbum Iron Flag (2001). Nun ließen uns die Clanmemeber ganze sechs Jahre auf ihr neues Release warten.

Mit „8 Diagrams“ liefern die acht Gründungsmitglieder des Wu-Tang Clans, endlich ihr von Fans lang erwartete Studioalbum. RZA holte sich bei den Produktionen u.a. Unterstützung durch den System of a Down Bassisten Shavo Odadjian, George Clinton, Dhani Harrison (Sohn von George Harrison), Erykah Badu und John Frusciante. Auch hier liegt wieder das typische Wu-Tang Fieber in der Luft und man darf mehr als gespannt sein, welche Auswirkungen dieses Album auf die HipHop Szene und Ihre Macher haben wird.

Highlight auf dem Album sind die unveröffentlichten Vocals vom 2004 verstorbenen Gründungsmitglied Ol´Dirty Bastard.

Artist-Page

Tracks
1. Campfire
2. Take It Back
3. Get Them Out Ya Way Pa
4. Rushing Elephants
5. Unpredictable Feat. Dexter Wiggle
6. The Heart Gently Weeps Feat. Erykah Badu, Dhani Harrison And John Frusciante
7. Wolves Feat. George Clinton
8. un Will Go Feat. Sunny Valentine
9. Sunlight
10. Stick Me For My Riches Feat. Gerald Austin
11. Starter Feat. Sunny Valentine And Tashmahogany
12. Windmill
13. Weak Spot
14. Life Changes
15. Tar Pit
16. 16th Chamber O.D.B. Special

Bonus DVD
Enter The 8 Diagrams

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Meinung
Es herrscht eine merkwürdige Führungslosigkeit wie noch nie im HipHop, sei er nun im Mainstream oder Underground verwurzelt. Hier und da erscheint mal ein gutes Album, aber die großen Innovationen blieben lange aus. Ihren Teil zur Hausse des Rap hat der Wu-Tang Clan auf allen Ebenen wie Bekleidungsfirma oder Produktionstechnik geleistet. Da kann niemand erwarten, dass der vielköpfige Tollhaufen aus Staten Island / New York sich wieder an die Spitze eines Genres setzt, dessen Geschicke er insbesondere Mitte der Neunziger voller Elan mitbestimmte. Trotzdem ist 8 Diagrams ein gutes, sogar ein sehr gutes Album geworden, und dass unter erschwerten Umständen. So kirre Ol’ Dirty Bastard auch gewesen sein mag, als MC war der im November 2004 verstorbene Derwisch ein Genie. Ein bisschen mehr vielleicht noch, als all die anderen, die sich nun unter der Leitung von RZA zusammen fanden: Methodman, Inspectah Deck, Ghostface Killah, Masta Killa, U-God, Raekwon und natürlich GZA. Einst ausgezogen, ein Imperium zu gründen, um dann mehr und weniger geprügelt - besonders, wenn RZA nicht für die Produktion zuständig war - in die Kammern des Clan zurückzukehren. Am Ende saßen da ein Haufen Freunde mit Einzelinteressen, die jeder mit einem eigenen Manager vertreten ließ. Kein Wunder, dass trotz einiger herausragender Solowerken der Wu-Tang unter der Regentschaft von RZA immer größer war, als seine einzelnen Teile.

Fast auf den Tag genau zeigt sich die Gruppe nun sechs Jahre nach Iron Flag in allerbester Verfassung. Unter Mithilfe von Gästen wie Cappadonna, Mathematics, Stone Mecca, Sound Guild, Bassist Shavo Odadjian von System of a Down, George Clinton, Dhani Harrison (der Sohn von George Harrison), Erykah Badu und John Frusciante ist ein vielschichtiges, musikalisch sehr breit gefächertes Werk der hohen Reimkunst entstanden. 8 Diagrams, benannt nach dem Martial Arts Film Eight Diagram Cudgel Fighter, überrascht gar mit einem eigenwilligen Cover eines Beatles-Songs, der in „The Heart Gently Weeps“ umbenannt wurde oder harten Rock-Gitarren in „Unpredictable“. Zwischen all den Kung-Fu-Soundschnippseln, soundtrackartigen Klängen, düsteren Sounds, den pumpenden Beats, fantastischen Tracks wie dem dramatischen „Wolves“ oder der Hommage an ODB in „Life Changes“ macht sich eine vom Clan so nie gehörte Abgeklärtheit und Gelassenheit breit Viele der Stücke rumpeln weniger und rollen mehr, auch wenn „16th Chamber“ da eine Ausnahme bildet. Kein Wunder, handelt es sich doch um Archivmaterial von 1992 mit ODB am Mikrophon. Schöne Geste.  Sven Niechziol (amazon.de)


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